Geschichte

  • Jan 1, 1983

    1983 wurde das Institut von Harald Pühl, Thomas Brauner und Beata Vissy gegründet.

  • Jan 1, 1986

    1986 bezog das Institut dann die Räume im Horstweg 35, in Berlin-Charlottenburg. Es gibt einen sehr schönen Film von der Einweihungsparty.

  • Jan 1, 1988

    Die ersten Fortbildungen für "wilde Supervisoren", d.h. für Menschen, die Supervision ohne Ausbildung praktizierten begannen 1988. In drei Durchgängen wurden die Supervisorinnen und Supervisoren über ein Jahr lang ausgebildet. Thomas Brauner und Harald Pühl boten zeitgleich die zweijährige Fortbildung „Gruppenleitung & Gruppenanalyse“ an, wovon es dann 9 Durchgänge gab. Und von 1989 bis 2014 liefen am Institut Triangel auch Ausbildungen in Familientherapie.

  • Jan 1, 1989

    1989 gründete sich der Berufsverband der Supervisoren und Supervisorinnen, die DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching). Die erste Ausbildung nach der Anerkennung des Instituts durch die DGSv fand 1990 statt mit einem zusätzlichen Modul "Institutionsanalyse nach Wellendorf“.

  • Jan 1, 1999

    Ca. 10 Jahre später wurde die Ausbildung erweitert auf „Supervision und Organisationsentwicklung.“ Und einige Jahre später auf „Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung“. Denn zunehmend wurde klar, dass viele Teamberatung dem Grunde nach eigentlich kleine OE-Prozesse sind, beispielsweise Zusammenlegung von Abteilungen, Entwicklung neuer Beratungskonzepte oder Veränderung der Leitungsstruktur. Und das sollte sich in der Ausbildung wiederfinden.

  • Jan 1, 2000

    Die erste Mediationsausbildung begann 2000, was im Prinzip den Kern der  Beratungstätigkeit trifft, denn Konflikte und deren Bearbeitung  sind des Beraters täglich Brot. 

  • Jan 1, 2006

    2006 begann die Ausbildung „OrganisationsMediation“, eine besondere Herzensangelegenheit von Harald Pühl.  Denn er machte die Erfahrung, dass sich Elemente dieses Verfahrens gut in andere Beratungsverfahren wie Team-Supervision und OE integrieren lassen und damit Konfliktklärungen schnell und effektiv möglich werden. Eine Erfahrung, die ihm die Ausbildungsteilnehmer immer wieder bestätigen.

  • Jan 1, 2010

    2010 wurde Harald Pühl übrigens vom Berufsverband der DGSv für seine besonderen Verdienste um die Supervision ausgezeichnet. Denn inzwischen gab es einiges an wegweisenden Texten, besonders hervorzuheben sind die Handbücher der Supervision, deren Herausgeber Harald Pühl war und ist.

  • Jan 1, 2012

    Seit dem Ausstieg von Heidrun Heinecke in 2012 leiten Harald Pühl und  Klaus Obermeyer das Institut. Klaus Obermeyer ist dem Institut seit vielen Jahren verbunden, obgleich er immer auch seine eigene Praxis in Hamburg behielt. Er ließ sich am Institut als Supervisor und Mediator ausbilden, war in der Assistenz tätig und mit ihm in der Institutsleitung etablierte sich  ein weiterer Standort für das Institut: Hamburg. Klaus Obermeyer ist Diplompsychologe, Psychotherapeut, Supervisor, systemischer Berater und Mediator.

Die Ganze Geschichte

Im November 2017 feierte das Institut sein 35jähriges Jubiläum mit einer Tagung. Man kann vielleicht sagen, dass das Triangel Institut sowohl in der Beratung als auch in der Ausbildung eines der alten Schlachtschiffe der deutschsprachigen Supervisionsszene  ist. Seit vielen Jahren bietet das Institut aber auch Coaching, Mediation und Organisationsberatung an und bildet Berater und Beraterinnen in Mediation und Organisationsberatung und seit neusten auch im Coaching aus.

Wie waren die Anfänge?

1983 wurde das Institut von Harald Pühl, Thomas Brauner und Beata Vissy gegründet.

Was waren das für Leute? Harald Pühl managte bereits in der Schulzeit  eine Beatband in Bremen und organisierte Konzerte, gleichzeitig gründete er einen Verlag und gab dort eine Musikzeitschrift heraus. Nach nicht bestandenem Abitur jobbte er 1 Jahr als Kraftfahrer und sammelte dort sehr grundlegende Erfahrungen in einer für ihn fremden Arbeitswelt.  Darauf folgte eine erfolgreiche Banklehre, das  Studium der Sozialarbeit in Dortmund, danach Umzug nach Berlin, Praxis als Sozialarbeiter und nebenher Studium der Soziologie und Psychologie.

Harald Pühl schrieb bereits 1980 seine Diplomarbeit über Supervision. Lange Zeit fand er dafür keinen Gutachter, denn 1980 war Supervision noch weitgehend unbekannt. 1982 wurde die Arbeit unter „Team Supervision“ veröffentlicht und gehört damit zur ersten Generation der Literatur über Supervision. Harald Pühls Interesse an der Supervision fußte unter anderem auf eigenen ersten guten Supervisionserfahrungen während seiner Arbeit als Sozialarbeiter in der Heimerziehung.

Beata Vissy war Pädagogin und in der Jugendhilfe tätig.

Thomas Brauner Thomas ist Dipl.-Pädagoge und war Dozent in der Erzieherausbildung und Fortbildner in der Jugendhilfe.

Die drei Gründer waren Absolventen einer selbstorganisierten Supervisions-Ausbildungsgruppe. Damals gab es noch keine Ausbildungsinstitute, wie man das in dem Maße heute kennt. In den Anfängen der Supervision gab es viel Experimentelles. Die 13 „wilden Supervisoren und Supervisorinnen“ der selbstorganisierten Ausbildungsgruppe trafen sich  fünf Jahre lang jeweils montags von acht bis zehn Uhr, um die eigenen Fälle durchzusprechen. Denn auch ohne Ausbildung arbeiteten alle, die sich in der Ausbildungsgruppe befanden bereits supervisorisch. Die Veränderungen in der Heimerziehung ab den 68ger / 70ger Jahren in West-Berlin erzeugten einen hohen Beratungsbedarf. Begleitet wurde die Ausbildungsgruppe von einem Lehrsupervisor aus Salzburg. Dort gab es bereits eine Supervisionsausbildung an der Universität. Die Gründungsidee des Triangel Instituts war nach Ausbildungsende die der gemeinsamen Beratungsarbeit,  der Vernetzung, der Reflexion von Fällen und der Entwicklung neuer Konzepte.

Die ersten Kunden nannten die drei übrigens liebevoll Barfußsupervisoren. Dabei dachten sie an die gut ausgebildeten chinesischen Ärzte, die barfuß durch das Land zogen, um die Landbevölkerung zu versorgen. Denn in den ersten drei Jahren hatte das Institut noch keine eigenen Räume. Man zog von Institution zu Institution. Und  traf sich in der Wohnung von Thomas Brauner in Berlin-Charlottenburg. Die erste Anschaffung des Instituts Triangel war ein mit 1000 Mark damals sehr teurer Anrufbeantworter, ein riesiger Kasten, der unter dem Bett von Thomas Brauner stand. Übrigens rief dort in der Regel niemand an, jedenfalls tagsüber. In der Nacht gab es Anrufe, die die drei schlecht verstanden, bis sich herausstellte, dass es in der Nähe ein Bordell, ebenfalls mit dem Namen Triangel, gab. Den Anrufbeantworter nahmen die drei daraufhin vom Netz.

Es war nicht das ursprüngliche Anliegen der drei, Ausbildungen in Supervision anzubieten. Das ergab sich aus den Anfragen, die das Institut damals erhielt. Die Leute riefen an und fragten, wann wohl die nächste Ausbildung in Supervision beginnen würden. Sie wären doch ein Institut. Und die drei fragten sich: warum nicht?! So kamen die Ausbildungen ins Portfolio.

1986 bezog das Institut dann die Räume im Horstweg 35, in Berlin-Charlottenburg. Es gibt einen sehr schönen Film von der Einweihungsparty.

Die ersten Fortbildungen für "wilde Supervisoren", d.h. für Menschen, die Supervision ohne Ausbildung praktizierten begannen 1988. In drei Durchgängen wurden die Supervisorinnen und Supervisoren über ein Jahr lang ausgebildet. Thomas Brauner und Harald Pühl boten zeitgleich die zweijährige Fortbildung „Gruppenleitung & Gruppenanalyse“ an, wovon es dann 9 Durchgänge gab. Und von 1989 bis 2014 liefen am Institut Triangel auch Ausbildungen in Familientherapie.

1989 gründete sich der Berufsverband der Supervisoren und Supervisorinnen, die DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching). Die erste Ausbildung nach der Anerkennung des Instituts durch die DGSv fand 1990 statt mit einem zusätzlichen Modul "Institutionsanalyse nach Wellendorf“. Ca. 10 Jahre später wurde die Ausbildung erweitert auf „Supervision und Organisationsentwicklung.“ Und einige Jahre später auf „Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung“. Denn zunehmend wurde klar, dass viele Teamberatung dem Grunde nach eigentlich kleine OE-Prozesse sind, beispielsweise Zusammenlegung von Abteilungen, Entwicklung neuer Beratungskonzepte oder Veränderung der Leitungsstruktur. Und das sollte sich in der Ausbildung wiederfinden.

2010 wurde Harald Pühl übrigens vom Berufsverband der DGSv für seine besonderen Verdienste um die Supervision ausgezeichnet. Denn inzwischen gab es einiges an wegweisenden Texten, besonders hervorzuheben sind die Handbücher der Supervision, deren Herausgeber Harald Pühl war und ist.

„Institut Triangel“: Die Namensgebung war überraschend schnell vollzogen. Den Gründern war es von Anfang an bewusst, dass sie den Namen Triangel nicht nur deshalb wählten, weil sie zu dritt waren, sondern sie gleichzeitig auf den Begriff der Triangulierung als zentrales Konzept in der Psychoanalyse anspielten. Thomas Brauner und Beata Vissy fanden über das Psychodrama zur psychoanalytischen Sichtweise, Harald Pühl über die Gruppenanalyse. Um Missverständnissen vorzubeugen. Das Institut Triangel fühlt sich keiner Schule verpflichtet. In den Anfängen gab es einen starken Bezug zur Psychoanalyse, später wurde der Triangel Ansatz eher als systemisch-analytisch bezeichnet. Heute bezeichnen sich die TrianglerInnen als EklektikerInnen. Am Institut werden keine Wahrheiten verkündet.  Jenseits von Richtig und Falsch werden Theorien integriert, die in der praktischen Beratungsarbeit hilfreich zu sein scheinen.   Mit Beliebigkeit hat das nichts zu tun. Denn hinter jeder Wahl, welche Theorie oder Methode wohl gerade passend für den Beratungsprozess sein könnte, steht eine Auswahl.

Aber zurück zur Namensgebung.  Früh hatten die Gründer in den kollegialen Beratungen beobachtet, dass sie immer wieder der Verlockung und Gefahr von Bündnissen unterlagen: mit den Supervisanden gegen die Leitung oder in der Identifikation mit dem Klienten gegen die ratsuchenden Supervisanden. Sie machten die Erfahrung, dass Entwicklung im Beratungsprozess erst dann möglich wurde, wenn sie sich in der Triade mit dem jeweiligen Gegenüber sowohl verbinden als auch von ihm distanzieren konnten, wenn  sie das innere Dreieck halten konnten. Der Dreieckskontrakt kam als die äußere Triangulierung  hinzu. Die Triangulierung als zentrales Konzept in der Beratung charakterisiert die Arbeit von Triangel bis heute sehr gut, ob nun in der Supervision, im Coaching, der Organisationsentwicklung oder der Mediation. Der Name ist demnach Programm.

Auch das Gründungs-Trio der Triangel hatte, wie HP in dem Buch „Teamsupervision“ schreibt so seine Schwierigkeiten mit der eigenen Triangulierung. Ein Mitglied fühlte sich ständig ausgeschlossen, wenn die anderen beiden mehr miteinander zu tun hatten. Und die Zusammenschlussfraktionen wechselten am Anfang ständig. So gab es oft Gekränktheiten und Ausschlussängste. Das Ur-Trio entschied sich dann eine vierte Person, Heidrun Heinecke aufzunehmen. Heidrun Heinecke hatte einen psychodramatischen Hintergrund, absolvierte ihre Ausbildung zur Supervisorin später an der Universität Kassel. Doch diese Konstellation zerbrach nach einem Jahr. Beata Vissy  verstarb und Thomas Brauner fand beruflich eine andere Perspektive für sich. Zeitgleich gaben sich die Triangler die Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins. Heidrun Heinecke und Harald Pühl blieben eine lange  Zeit bis 2012 zu zweit. Was war das dritte Element in diesem Bunde? Es waren und sind wohl die KursdozentInnen und LehrsupervisorInnen mit dem das Institut seitdem eng zusammenarbeitet und die Triangel zu einem Institut machen. In der über 20jährigen Zusammenarbeit von Harald Pühl und Heidrun Heinecke etablierten sich weitere Ausbildungen mit organisationalem Bezug: 1994 startete die Ausbildung „Organisationsentwicklung und Change Management“. Die erste Mediationsausbildung begann 2000, was im Prinzip den Kern der  Beratungstätigkeit trifft, denn Konflikte und deren Bearbeitung  sind des Beraters täglich Brot.  Manches Mal standen die Triangler etwas hilflos davor. Schon 1983 veröffentlichte Harald Pühl gemeinsam mit Gabriele Conrad daher das Buch „Team-Supervision – Konflikte erkennen und lösen“. 2006 begann die Ausbildung „OrganisationsMediation“, eine besondere Herzensangelegenheit von Harald Pühl. Denn er machte die Erfahrung, dass sich Elemente dieses Verfahrens gut in andere Beratungsverfahren wie Team-Supervision und OE integrieren lassen und damit Konfliktklärungen schnell und effektiv möglich werden. Eine Erfahrung, die ihm die Ausbildungsteilnehmer immer wieder bestätigen. Harald Pühls aktuelles Buch dazu „OrganisationsMediation“ veröffentlichte er in 2018. In 2018 startet auch aufgrund von Nachfragen die Ausbildung zum / zur Coach „Coaching mit Herz und Verstand“.

Seit dem Ausstieg von Heidrun Heinecke in 2012 leiten Harald Pühl und  Klaus Obermeyer das Institut. Klaus Obermeyer ist dem Institut seit vielen Jahren verbunden, obgleich er immer auch seine eigene Praxis in Hamburg behielt. Er ließ sich am Institut als Supervisor und Mediator ausbilden, war in der Assistenz tätig und mit ihm in der Institutsleitung etablierte sich  ein weiterer Standort für das Institut: Hamburg. Klaus Obermeyer ist Diplompsychologe, Psychotherapeut, Supervisor, systemischer Berater und Mediator.

Wie sieht die Zukunft von Triangel aus? In die Zukunft kann man ja nicht schauen. Der Umgang mit der Unvorhersehbarkeit ist natürlich auch eine Herausforderung für das Institut.  Was sich entwickeln wird können wir nicht sagen. Was wir sagen können ist, wie wir arbeiten wollen. Wir wollen auch in Zukunft konkurrenzfreie Räume schaffen, um Entwicklung zu ermöglichen in den Beratungen mit unseren Klientinnen und im Austausch mit KollegInnen. Vielleicht ist das auch ein Markenzeichen des Instituts. Gute Erfahrungen machen wir damit jedenfalls. In internen Institutstreffen aber auch auf unseren Tagungen, auf denen sich Kollegen aus den verschiedenen Instituten treffen, kommen wir in wertschätzender Atmosphäre ins Gespräch. Und am Ende entsteht meist, fast wie nebenbei, etwas Neues, Unvorhergesehenes dabei.

Wichtig ist, dass neben den zahlreichen Ausbildungen die praktische Arbeit vor Ort nicht zu kurz kommt. Alle Triangel-DozentInnen sind mit ihren je speziellen Vorlieben als BeraterInnen aktiv.

 

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