Die Ausbildung wird in deutscher Sprache angeboten,
wobei in Kleingruppen während der Module auch die Möglichkeit
besteht, Englisch zu sprechen. Grundlegende Mediationsbegriffe werden
deshalb auch auf Englisch genannt.
Alle Trainer haben Mediationserfahrung im Ausland, die Auswahl der
einzelnen Länderkulturen zeigt exemplarisch die Vielfalt interkultureller
Mediation und befähigt in diesem Kontext tätig zu werden, sowohl im Ausland als auch hierzulande.
Die Ausbildung ist von den Berufsverbänden als Grundkurs anerkannt.
Das 1. Modul dient der Entscheidungsfindung.
Was bedeutet Interkulturelle Mediation
Bei interkultureller Mediation geht es vorrangig
um kulturbedingte Eigenheiten eines Konflikts. Die kulturelle
Zugehörigkeit der KonfliktpartnerInnen ist daher ein wesentliches
Element im Lösungsprozess und es gilt, dieses konstruktiv
einzusetzen. 
Ziele
der Interkulturellen Mediation
Verstehen des spezifischen Konfliktentstehungsprozesses und
Ausloten der Möglichkeiten von Konfliktbearbeitung durch
Mediation. Grundlagen und Anwendung der Mediation in interkulturellen
Kontexten. Bewusstheit der eigenen kulturellen Prägungen. Neben der Vermittlung des Ablaufverfahrens der Mediation wird die für interkulturelle Konfliktvermittlung spezifische Halung wie Gelassenheit, Flexibilität und Homor vermittelt.
Teilnehmerkreis Die Ausbildung richtet sich an Fachkräfte, die in Ihrem Berufsfeld mit interkulturellen Inhalten oder Konfliktlösungen zu tun haben und einen umfassenden Einstieg ins Thema suchen.
Angesprochen sind zudem Mitarbeiter/innen von Unternehmen und Organisationen bzw. Schule und Universität, die im interkulturellen Umfeld arbeiten.
Module der
Ausbildung
1. Modul
Phasen und Verfahren der Mediation,
Grundlagen der humanistischen Psychologie (innere Haltung, Allparteilichkeit),
konstruktive Kommunikation,
Mediation im Rollenspiel. Prof. Rafi
2. Modul
Kulturbegriff, Analyse von Kulturen (nach Schein, Hall, Hofstede),
Wertequadrat Prof. Dr. Anusheh Rafi
Mediation im afrikanischen Raum
Prof. Dr. Dr. Claude Hélène-Mayer
3. Modul
Konfliktanalyse, Konflikttypen, Eskalationsmodell, Selbstreflexion,
Perspektivwechsel, Mediation im Rollen
Prof. Dr. Anusheh Rafi
Mediation im asiatischen Raum Jörg Pahnke
Mediation im arabischen Raum Petra Padberg
4. Modul
Einführung in den Konstruktivismus, Entstehung von Normen
und Werten, Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, die
Bedeutung der Narrative für die Mediation. Gruppenmediation
in interkulturellen Kontexten Prof.
Dr. Anusheh Rafi
Anglo-amerikanische Kultur, Gewaltfreie Kommunikation, ADR, Verhandlung,
Praxisfälle Dr. Cristina Lenz
5. Modul
Mediation und Kreativität, Humor, Metaphern; Selbstreflexion:
Was macht mich zu einem guten Mediator? Abschluss: "Wo
sehe ich besondere Herausforderungen?"
Prof. Dr. Anusheh Rafi
Mediation im Südamerikanischen Raum
Petra Miczaika
Fortbildungsmethoden
- Theoretische Wissensvermittlung
- Rollenspiele realer Praxisfälle
- Supervision
- Lerngruppen zur Vertiefung der Mediationspraxis (20 Std.)
- Praktische Übungen an konkreten Konfliktsituationen
geben
der Fortbildung hohe Realitätsnähe
und ermöglichen den TeilnehmerInnen,
die dazugehörige Praxis umfangreich zu erfahren. 
Fortbildungsdauer
Die Fortbildung erfolgt berufsbegleitend an 5 Modulen
(Montag 11.00 - Mittwoch 16.00 Uhr) im Zeitraum von ca. 8 Monaten
gemäß den Standards des Bundesverbandes Mediation in
Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und des Bundesverbandes Mediation
(BM).
Kursabschluss
Nach regelmäßiger Teilnahme und einer Präsentation
erhalten die TeilnehmerInnen ein detailliertes Abschlusszertifikat
über 120 Stunden. Für die Zertifizierung durch den BMWA
können die rechtlichen 80 Stunden in Form von weiteren Workshops
realisiert werden. 
DozentInnen
Prof. Dr. Anusheh Rafi (Kursleitung)
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht an der Evangelischen Fachhochschule
Berlin, Rechtsanwalt und Mitbegründer der Kanzlei Mitte, Mediator
(BM), Coach, Dozent für Seminare im Bereich Mediation,
Personalentwicklung, Gruppenleitung und Rhetorik.
Dr. Cristina Lenz:
Rechtsanwältin und Wirtschaftsmediatorin (München),
Journalistin, internationale Erfahrungen in Mediation und Konfliktmanagement
in Praxis und Ausbildung; Vorsitzende des Bundesverbandes Mediation
in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA); zertifizierte Trainerin
des BMWA

Prof. Dr. Dr. Claude-Hélène Mayer
Kultur- und Wirtschaftswissenschaftlerin,
Professor of Intercultural Business Communication, Department
of Economics, University of Applied Studies (HAW), Hamburg. Sie
arbeitet als interkulturelle Trainerin, systemische Beraterin
und Therapeutin (SG). Sie ist zudem Mediatorin und Ausbilderin
für Mediation (BM). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Konfliktmanagement,
Mediation, Identität, Werte und Gesundheit im interkulturellen
Bezugsfeld von Organisationen. Kulturspezifische Kenntnisse beziehen
sich vorwiegend auf Länder des Südlichen Afrika, England
und die USA
Petra Miczaika
Dipl.-Psychologin, Mediatorin, Mitarbeiterin bei
der UN in Rom

Petra Padberg
Ass. jur., Wirtschaftsmediatorin (Univ. Dipl.) Systemisch-interaktiver
Coach (Artop,HU-Berlin), Soft-Skill-Manager(Univ.Dipl.), NLP-Practioner
(SNLP USA) Supervisorin
Jörg Pahnke
Jurist, Mediator, Sprecher des Arbeitskreises Mediation
im Berliner Anwaltsverein
Anmeldung
Formlos schriftlich oder über den Bewerbungsbogen
im Internet online per Kontaktformular.

Kosten
495,- € bei Vertragsabschluss und 2 Raten á
€ 995,- incl. Unterrichtsmaterial und Abschlusszertifikat
(MWSt entfällt)
Das 1.Modul ist als Entscheidungsmodul konzipiert.
Termine
- 1. Modul: April 2013 (Beginn: Entscheidungsmodul)
- 2. Modul:
- 3. Modul:
- 4. Modul:
- 5. Modul:
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